Pharmakant/in

Um gesund, fit und aktiv zu sein, um Krankheiten vorzubeugen, zu heilen oder zumindest Symptome zu lindern, können manchmal nur Medikamente helfen. An der Entwicklung und Herstellung von Tropfen, Pulvern, Tabletten & Co. möchtest du aktiv mitwirken? Derjenige sein, der Medikamente herstellt und somit Millionen von Menschen das Leben erleichtert?

Dann starte eine Ausbildung zum Pharmakanten / zur Pharmakantin!

Pharmakanten sind verantwortlich dafür, dass aus einer bestimmten Rezeptur Arzneimittel in den unterschiedlichsten Formen entstehen. Sie steuern und warten Produktionsanlagen und sorgen mit akribischer Genauigkeit für reibungslose Abläufe unter höchsten Qualitätsansprüchen. Dazu wiegen, dosieren und mischen sie Substanzen und stellen daraus Tabletten, Salben, Pulver, Lösungen her, die nicht nur wirksam sind, sondern auch möglichst angenehm schmecken und riechen und richtig verpackt sind.

Dauer und Ablauf

Die duale Berufsausbildung dauert 3,5 Jahre, kann aber bei guten schulischen und betrieblichen Leistungen um ein halbes Jahr verkürzt werden. Sie findet wechselnd im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und an der SBG statt. In der Berufsschule wird das theoretische Hintergrundwissen vermittelt, während an der SBG praktische Pflicht- und Wahlqualifikationen durchgeführt werden.

Eignung und Voraussetzungen

Empfehlenswert ist mindestens ein guter Realschulabschluss oder das (Fach-)Abitur. Darüber hinaus hat jeder Ausbildungsbetrieb eigene Anforderungen an eine/n Bewerber/in, einige Punkte sind hier aufgelistet.

Das wünscht sich ein Ausbildungsbetrieb:

  • gute Noten in Chemie,Mathematik und Physik
  • handwerkliches Geschick und Interesse für technische Anlagen und Instrumente
  • hohe Konzentrations- und schnelle Reaktionsfähigkeit sowie gute Beobachtungsgabe
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Bereitschaft im Schichtbetrieb, nachts und auch am Wochenende zu arbeiten
Typische Arbeitsaufgaben
  • Arzneiprodukte mittels automatischer Produktionsanlagen im industriellen Maßstab herstellen
  • Maschinen und Anlagen steuern, überwachen und regeln
  • Messungen durchführen, Stoffkonstanten bestimmen
  • Arbeitsgeräte, Anlagen und Apparaturen pflegen, warten und reinigen
  • Mikrobiologische Arbeiten
  • Verschiedene Messverfahren anwenden, Proben entnehmen
  • Arbeitsabläufe und -ergebnisse dokumentieren und auswerten
  • Stoffgemische in verschiedenen pharmazeutischen Darreichungsformen herstellen, z. B. Granulate, Pulver, Tabletten, Kapseln, Dragees, Salben, Lösungen und Suspensionen
  • Medikamente nach hygienischen Vorschriften und unter Berücksichtigung des Arzneimittelrechts verpacken und lagern
  • Qualität der hergestellten Produkte kontrollieren und sichern
  • bei der Weiterentwicklung der Produkte und ihrer Herstellungsweisen unterstützen
Perspektive

Qualifizierte Fachkräfte sind immer gefragt. Die pharmazeutische und chemische Industrie sind zukunftsträchtige Branchen, die vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten und interessante Karrierechancen bieten. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung ist es möglich, sich auf bestimmte Bereiche zu spezialisieren und sich zum Beispiel in Verfahrens- oder Synthesetechnik, Sicherheitswesen oder Qualitätsmanagement im Labor weiterzubilden.

Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Industriemeister/in Pharmazie
  • Studium, z.B. Pharmazie oder Verfahrenstechnik

Arbeitgeber und Branchen

  • Unternehmen der pharmazeutischen und chemischen Industrie
  • Hersteller von Kosmetik und Arzneimitteln
  • Institute mit galenischer Forschung und Entwicklung
  • Forschungseinrichtungen und Biotechnologische Labore

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