Lacklaborant/in

Beschichtungen, Lacke und Farben umgeben uns, wohin wir schauen – an Häuserfassaden, auf Werbetafeln, als Autolackierung oder ganz individuell zur Dekoration von Wohnzimmer und Küche. Die Entwicklung und Herstellung solcher Farben, Drucke und Lacke stellst du dir als ein wahrhaft „buntes“ Berufsleben vor?

Starte eine Ausbildung zum Lacklaboranten / zur Lacklaborantin!

Lacklaboranten sind Spezialisten auf dem Gebiet der (Druck)Farben und Lacke. Sie untersuchen deren Eigenschaften und Inhaltsstoffe. Außerdem setzen sie sich damit auseinander, wie ein Lack beschaffen sein muss, um speziellen Anforderungen gerecht zu werden. Dies kann auch bedeuten, Kunden zu beraten, sie bei der Auswahl des geeigneten Produktes zu unterstützen oder genau das passende für ihre speziellen Ansprüche zu entwickeln.

Dauer und Ablauf

Die duale Berufsausbildung dauert 3,5 Jahre, kann aber bei guten schulischen und betrieblichen Leistungen um ein halbes Jahr verkürzt werden. Sie findet wechselnd im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und an der SBG statt. In der Berufsschule wird das theoretische Hintergrundwissen vermittelt, während an der SBG praktische Pflicht- und Wahlqualifikationen durchgeführt werden.

Eignung und Voraussetzungen

Empfehlenswert ist mindestens ein guter Realschulabschluss oder das (Fach-)Abitur. Darüber hinaus hat jeder Ausbildungsbetrieb eigene Anforderungen an eine/n Bewerber/in, einige Punkte sind hier aufgelistet.

Das wünscht sich ein Ausbildungsbetrieb:

  • gute Noten in Physik, Chemie und Mathematik
  • Sorgfalt und Genauigkeit beim Umgang mit (teilweise gefährlichen) Chemikalien und Stoffen
  • Geschicklichkeit, z. B. beim Zerkleinern oder Lösen von Proben
  • gute Beobachtungsgabe und hohe Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie gute Hand-Auge-Koordination
  • Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit
Typische Arbeitsaufgaben
  • untersuchen von Farben und Lacken auf ihre Eigenschaften
  • mitwirken an der Entwicklung und Herstellung neuer Beschichtungsstoffe
  • Versuche planen, Apparaturen aufbauen und Tests begleiten und durchführen
  • geeignete Rohstoffe auf Qualität und Einsatzmöglichkeiten prüfen
  • Versuchsergebnisse dokumentieren und am PC analysieren
  • an der Optimierung von Lacken und weiteren Beschichtungsstoffen mitarbeiten, z. B. für verschiedene Untergründe (Holz, Metall, Beton etc.)
  • die Oberflächenbeschaffenheit verschiedener Untergründe und Lacke prüfen, um die Haltbarkeit der Beschichtung zu erkennen
  • Materialeinsatz und -verbrauch für die Herstellung von Beschichtungsstoffen berechnen
  • Qualitätskontrollen durchführen, um Produktgüte zu sichern
  • Kunden hinsichtlich Farben, Lacken und Beschichtungen beraten
Perspektive

Als Lacklaborant bieten sich dir interessante berufliche Perspektiven in den verschiedensten Branchen. Als absoluter Spezialist auf dem Gebiet der Farben und Lacke kannst du dich stets aktiv in die Forschung und Entwicklung von neuen innovativen Produkten einbringen. Und da du während deiner Ausbildung den gesamten Produktionsbetrieb kennenlernst, wirst du schnell in der Lage sein, kreative Lösungen für verschiedenste Ansprüche zu finden.

Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Industriemeister/in (Chemie oder Lack- und Beschichtungstechnik)
  • Lacktechniker/in

Arbeitgeber und Branchen

  • Unternehmen der Lack herstellenden und Lack verarbeitenden Industrie
  • Hersteller von Möbeln und Holzkonstruktionsteilen
  • Labore der Chemieindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus sowie des Fahrzeugbaus
  • Entwicklungs- und Forschungsbüros

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