Biologielaborant/in

Menschen, Tiere, Pflanzen… alles Leben auf der Erde besteht aus mikroskopisch kleinen, aber elementar wichtigen Einzelteilen. Willst du die Details dieser faszinierenden Welt erforschen? Und schließlich auch wissen wie man diese Erkenntnisse für die Herstellung von Lebensmitteln, Kosmetika und Medikamenten praktisch einsetzen kann?

Dann starte eine Ausbildung zum Biologielaboranten / zur Biologielaborantin.

Biologielaboranten ergründen und entschlüsseln Zellen für den medizinischen und technologischen Fortschritt. Sie bereiten Untersuchungen an Tieren, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen vor und führen sie in enger Zusammenarbeit mit Biologen, Biochemikern, Ärzten oder Pharmazeuten durch. Der Einsatz verschiedenster Labortechnik ist für Biologielaboranten ebenso selbstverständlich wie die Auswertung und Dokumentation der Untersuchungsdaten mithilfe modernster EDV-Systeme.

Dauer und Ablauf

Die duale Berufsausbildung dauert 3,5 Jahre, kann aber bei guten schulischen und betrieblichen Leistungen um ein halbes Jahr verkürzt werden. Sie findet wechselnd im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und an der SBG statt. In der Berufsschule wird das theoretische Hintergrundwissen vermittelt, während an der SBG praktische Pflicht- und Wahlqualifikationen durchgeführt werden.

Eignung und Voraussetzungen

Empfehlenswert ist mindestens ein guter Realschulabschluss oder das (Fach-)Abitur. Darüber hinaus hat jeder Ausbildungsbetrieb eigene Anforderungen an eine/n Bewerber/in, einige Punkte sind hier aufgelistet.

Das wünscht sich ein Ausbildungsbetrieb:

  • gute Noten in Biologie, Chemie, Mathematik sowie Deutsch und Englisch
  • Geschick bei präzisen und exakten Arbeiten und technisches Interesse
  • Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt beim Umgang mit Substanzen, Organismen und Versuchstieren
  • Durchhaltevermögen, Konzentrationsfähigkeit
  • abstraktes Denkvermögen und eine gute Beobachtungsgabe sowie Auge-Hand-Koordination
Typische Arbeitsaufgaben
  • Versuche in Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen planen
  • biologische, biochemische, (nano)biotechnologische Versuche selbstständig durchführen
  • Lösungen, Präparate und Nährmedien herstellen
  • Analysen durchführen, dazu Substanzen auf Einzelbestandteile untersuchen
  • Mikroorganismen mit biochemischen Nachweismethoden identifizieren
  • Versuchstiere, insbesondere Nagetiere, halten und überwachen, Applikationen durchführen und pharmakologische Wirkungen feststellen
  • Pflanzen durch Samen, Ableger u. Kulturen vermehren
  • Parasiten züchten und Parasitenbefall nachweisen
  • fotometrische Bestimmungen vornehmen
  • Substanzen in Körperflüssigkeiten mithilfe chemischer bzw. biochemischer Methoden identifizieren und bestimmen
  • Gewebeschnitte herstellen
  • Untersuchungsergebnisse am Rechner dokumentieren und statistisch auswerten
  • Laborgeräte und Laboreinrichtungen bedienen und pflegen
Perspektive

Biologielaboranten sind in verschiedensten Industriezweigen tätig, z.B. in der Arzneimittelindustrie, in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie oder in der Kosmetikindustrie. Arbeitsmöglichkeiten bietet aber auch das Tiergesundheitswesen, die Agrikulturchemie und die Landwirtschaft. Die Berufsaussichten hängen stark vom Stand der wirtschaftlichen Entwicklungen und von den Forschungsinvestitionen des Staates und der Wirtschaft ab.

Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Industriemeister/in (Chemie oder Pharmazie)
  • Studium, z.B. Bachelor of Science Biologie
  • Techniker/in (Chemie-, Biotechnik)

Arbeitgeber und Branchen

  • Unternehmen der chemischen oder pharmazeutischen Industrie
  • Hersteller von Kosmetik, Nahrungsmitteln, Pflanzenschutzmitteln und Saatgut
  • Forschungseinrichtungen im medizischen oder biologischen Bereich
  • Krankenhäuser und Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens

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